Festakt am Von der Leyen-Gymnasium: 250 Jahre höhere Schulen in Blieskastel

Ministerin lobt Blieskasteler Schule als „wunderbaren Standort"

Text: Erich Schwarz (vgl. SZ vom 30.09.2026, Text gekürzt)

Fotos: Dorothee Schäfer

Mit Konzert, Gottesdienst und Schulfest feierte das Von der Leyen-Gymnasium sein 250-jähriges Jubiläum. Bildungsministerin Streichert-Clivot betonte, junge Leute hätten Lust, etwas zu verändern. Auch internationale Schulpartnerschaften wurden gewürdigt.

Mit dem schwungvoll vorgetragenen Präludium aus dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier (bekannt als „Eurovisions-Melodie“) eröffnete das Schulorchester unter der Leitung von Matthias Velten die Feierstunde zum Jubiläum „250 Jahre höhere Schulbildung“ in Blieskastel. Die Aula des Gymnasiums war proppenvoll und dem Anlass gemäß die Schar der prominenten Gäste groß.

Darunter Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot, Landrat Frank John, die Schulaufsichtsbeamtin Andrea Zimmermann und die Vorgänger der jetzigen Schulleiterin Claudia Priester, Christoph Kohl und Lutz Brede.(…) In ihrer Begrüßungsrede sprach die neue Schulleiterin von Stolz und Dankbarkeit, die sie empfinde bei einer Schulgeschichte, die nun schon ein Vierteljahrhundert währt.

Wichtig seien nach wie vor die Leitgedanken „Miteinander, füreinander und voneinander“ als das Fundament, das die Schule ausmacht. „Lokal denken, global handeln“, das sei ein wichtiger Gedanke für die Schülerschaft und das Lehrerinnen- und Lehrer-Kollegium. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot wies darauf hin, dass zur Gründerzeit der Lateinschule unter der Regentschaft derer von der Leyen nur wenige Zugang zu Bildung hatten und es meist auch nur den jungen Männern vorbehalten war, Bildungseinrichtungen zu besuchen.

Heute sei das Gymnasium ein „wunderbarer Schulstandort“: „Junge Leute haben Lust, etwas zu verändern“, betont die Ministerin. Deshalb sei es wichtig, dass man in Blieskastel Traditionen aufbreche und neue Wege gehe. In seiner Festrede würdigte der Landrat des Saarpfalz-Kreises, der Schulträger, vor allem das Engagement der Schule gegen Diskriminierung, Hass und Rassismus. Er hob auch die Bedeutung der Schulpartnerschaften mit Schulen in Polen, den USA, Frankreich und Griechenland hervor. Als Vorsteher des Biosphärenzweckverbandes verlieh er der Schule das Prädikat „Biosphärenschule“.

Auch mit dem Leiter des Mint-Campus in St. Ingbert, Professor Rolf Hempelmann, wurde im Laufe der Veranstaltung ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. Neben dem Schulorchester trugen wie schon so oft die „Leyen-Peppers“ (Leitung Susanne Gastauer) mit ihren Choreinlagen zur Unterhaltung der Gäste bei. Nicht zu vergessen auch die Theater-AG, die mit ihrem humorvollen historischen Rückblick für Lacher sorgte. Und auch „Gräfin Marianne“ (gespielt von Lea Albrecht), die durch das Programm führte, erntete Applaus. (…)

Als Abschluss wurde dann am Samstag nach der Feierstunde in der Aula ein großes Schulfest auf dem Internatsgelände gefeiert.