Kleine Samen – große Wirkung

Aus dem Religionsunterricht in die Praxis

Im evangelischen Religionsunterricht der Klassenstufe 7 am Von der Leyen-Gymnasium beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler derzeit mit Worten und Taten Jesu. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf den neutestamentlichen Gleichnissen und ihrer Bedeutung für damals und heute.

Im Mittelpunkt einer Unterrichtsstunde stand das Gleichnis vom Senfkorn. Jesus beschreibt darin, wie aus einem winzigen Samenkorn etwas Großes entstehen kann. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten, dass dieses Gleichnis Mut machen und Vertrauen schenken will: Auch das, was zunächst klein, unscheinbar oder kaum sichtbar erscheint, kann wachsen, Wirkung entfalten und nachhaltig etwas verändern.

Im Anschluss wurde diese Botschaft ganz praktisch umgesetzt. Auf dem Schulhofgelände pflanzte die Lerngruppe symbolisch Samenkörner für eine Insektenblumenwiese. Unter dem Motto „Du hast es in der Hand! Mach die Welt besser und bunter!“ setzten die Jugendlichen damit ein sichtbares Zeichen für Verantwortung, Nachhaltigkeit und Hoffnung.

Dabei dachte jede Schülerin und jeder Schüler darüber nach, mit welchen kleinen Gesten, Schritten oder Ideen man sofort beginnen kann, um die Welt im eigenen Umfeld ein Stück besser zu machen – sei es durch Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Umweltschutz oder einen freundlichen Umgang miteinander.

So wurde aus einer biblischen Erzählung eine lebendige und handlungsorientierte Religionsstunde, die auch das Leitbild unserer Schule aufgreift: Voneinander – Füreinander – Miteinander. Zugleich passt die Aktion hervorragend zum besonderen Standort unserer Schule im Biosphärenreservat Bliesgau, in dem nachhaltiges Denken und verantwortungsvolles Handeln einen wichtigen Platz einnehmen.

Eine kleine Saat – mit der Hoffnung auf große Wirkung.

Petra Maton