Eingeleitet von schmetternden Trompetenfanfaren fand der feierliche „Konzertgottesdienst“ des Von der Leyen-Gymnasiums im Schlusschoral „Nun danket alle Gott“ seinen Höhepunkt. Der Altarraum war angefüllt mit rund 100 Musikerinnen und Musikern. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern, Ehemalige aus verschiedenen Jahrgängen und Freunde des Von der Leyen-Gymnasium hatten sich zu einem großen Chor und einem Orchester zusammengefunden. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die „Missa brevis“ von Jacob de Haan. Zelebriert wurde die ökumenische Feier von zwei Absolventen der Schule: Christoph Müller, evangelischer Pfarrer in Germersheim, und Christoph Kohl, emeritierter Domdekan aus Speyer. Christoph Müller sprach nach protestantischer Tradition gemeinsam mit der Gemeinde ein Psalmengebet. Christoph Kohl stellte in seiner Ansprache die Frage nach der Aufgabe einer Schule von heute im Vergleich zu einer Schule von vor 250 Jahren. Ausgehend von dem lateinischen Zitat „Non scholae, sed vitae discimus“ sieht er eine Schule als Wegbereiterin für das Leben der jungen Erwachsenen, die sich heute im Gegensatz zu der Zeit vor 250 Jahren in einer vielschichtigen und komplexen Welt zurechtfinden müssen.
Am Ende des Gottesdienstes dankte Schulleiterin Claudia Priester allen Mitwirkenden, besonders aber dem Initiator und musikalischen Leiter Christoph Nicklaus, dem es gelungen sei, Menschen aus den unterschiedlichsten Altersstufen zu einem beeindruckenden Klangkörper zu formen. Ihren Dank spricht Claudia Priester auch den zahlreichen Gottesdienstbesuchern für ihr Kommen aus. Dies sei ein Zeichen für die Verbundenheit mit der Schule und zeige, dass das Von der Leyen-Gymnasium weit über den Unterricht hinaus eine Gemeinschaft sei.
Susanne Gastauer

