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Kunstunterricht vor Ort

Neigungskurs BK 12 auf „GIRO DI ROMA“ oder : 66 Kilometer für die Kunst

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Es ist schon Tradition an unserer Schule, dass die Kunstneigungskurse am Ende ihrer „Karriere“ mit Frau Terber nach Rom pilgern. Eine stramme Pilgerfahrt war es tatsächlich, bei der viele Kilometer gelaufen, gestiegen und geflogen wurden, um den Genies der Renaissance und des Barock – aber auch moderner Architektur- auf die Spuren zu kommen.

 Nicht weniger anstrengend war aber auch das Jahr der Planung, ist es doch auch eine Kunst, eine solche Exkursion in die ewige Stadt selbst zu finanzieren. 

Wie in den letzten Jahren wurde wieder eine Schmuckkollektion „RomAntica“ ertüftelt, bei vielen Gelegenheiten an die Frau gebracht oder den Eltern die eigenen unterrichtlichen Meisterwerke verkauft. 

Am Faschingssonntag brachen wir dann endlich nach Italien auf, entkamen Schnee und eisigen Temperaturen. Aber Petrus hatte ein besonderes Auge auf die Bliesgaupilger geworfen - wir kamen bei strahlendem Sonnenschein an.

Die Sonne genossen wir auch fast 4 Stunden bei einem Spaziergang auf der Via Appia Antica, der alten Römerstraße an der Peripherie Roms.

Diese antike Straße verlief von Rom bis in den Süden des Imperiums. Über riesige Pflastersteine, gesäumt von Pinien, vorbei an antiken Grabmälern und den Prachtvillen der römischen High Society ging es direkt in die Geschichte.  

Der zweite Tag wurde dann wirklich ein „ Giro di Roma“ – 18 km im Dienste der Kunst! Aber Rom muss man „erlaufen“ um es zu „erfahren“. Vom Kolosseum aus, vorbei am Forum Romanum ging es zum Kapitol und weiter zum Pantheon, das uns schon in Klasse 10 eine Analyse abverlangt hatte. Macht man sich klar, dass man hier im Innern exakt eine Kugel von 43m Durchmesser unterbringen kann, war dieser Bau echt römische Ingenieurbaukunst. Beeindruckend fanden wir aber die Kirche San Ignazzio mit der typisch illusionistischen Deckenbemalung. Diese war unter anderem eines der Highlights und hat die Vorstellung, die wir aus dem  Unterricht hatten, übertroffen.  Unvorstellbar wie diese „Barocker“ eine solche technische Leistung hinbekommen haben.

Nach so vielen optischen Reizen war Essen am „Campo dei  Fiori“ angesagt- endlich eine Pause mit Bummel über diesen typisch römischen Markt. Über den Tiber erreichten wir einen der ältesten Stadtteile Roms: Trastevere. Hier bildet die frühchristliche Kirche Santa Maria in Trastevere mit ihren berühmten Mosaiken das Zentrum. Was war es eine Wohltat – für Augen und Füße- in diesen Kirchenbänken zu sitzen! Über die Tiberinsel, das jüdische Ghetto und vorbei an der Synagoge steuerten wir wieder das Zentrum an. Zeit für Espresso, Latte macchiato und Co!

Der Dienstag führte uns in die Renaissance und den Barock. Wir nahmen uns erst mal die Villa Farnesina am Tiberufer vor. Hier zeigte sich gleich, dass die Renaissancebanker Geld wie Heu hatten, ließen sie sich doch ihre bescheidenen Hütten gleich vom Genie Raffael ausmalen. Wir  bestaunten geniale illusionistische Wandgemälde. Nächstes Highlight war der Petersdom, vor allem die Besteigung der Kuppel: nichts für Weicheier mit Höhen- oder Platzangst. Über engste Stufen und Wendeltreppen geht es zwischen der doppelwandigen Kuppel nach oben auf die „Laterne“. Hut ab vor Michelangelo, der diese geniale Architektur ausgetüftelt hat! Die Anstrengungen (fast 600!!! Stufen) hatten sich letzten Endes jedoch ausgezahlt und wir wurden mit einer atemberaubenden Aussicht über Rom belohnt.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen von Bernini, dem Lieblingsbarocker unserer Kursleiterin  Frau Terber. Bereits um 9.00 Uhr hatten wir mit ihm ein „Date“ in der Galleria Borghese. Nicht nur die aus dem Unterricht bekannten Marmorschönheiten konnten wir bewundern, auch Arbeiten seines Sohnes wurden in einer Ausstellung präsentiert. Aber dieser Superstar der Plastik, der aus hartem Marmor weiche Formen heraus holen konnte, beeindruckte uns dann doch sehr. Nach Gianlorenzo, Caravaggio und Co ging es durch den Park ins Zentrum Richtung „Spanische Treppe“. Bis zu unserem gemeinsamen Abendessen in einem römischen Ristorante konnten noch entspannt Erinnerungsstücke gekauft und das letzte Eis verdrückt werden.  

Der Abschied am nächsten Tag fiel uns schwer, wir saugten die römischen Sonnenstrahlen wie ein Schwamm auf.

Fazit: Obwohl es eine ziemlich anstrengende Exkursion war, hatten wir eine unvergesslich schöne Zeit, an die wir uns auch noch nach Jahren erinnern werden. Unterricht vor Ort ist einfach effektiver, die vielen Eindrücke werden lange hängen bleiben und wir hoffen,  dass uns im Abi unsere „amici“ Raffael , Caravaggio  oder Bernini wieder begegnen werden – wo wir doch jetzt absolute Experten sind  und  in 4 Tagen 66 km für die Kunst gelaufen sind . (Das sollte sich auch unbedingt positiv auf die Sportnoten auswirken!)

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Terber für die tolle Fahrt und die schönen Tage in „bella Roma“ und wir hoffen, dass auch Frau Mar-Reinhardt und Frau Schäfer die Zeit mit uns in bester Erinnerung behalten werden.  

Ciao, ciao, Roma! Alla prossima volta!

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