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Polenaustausch 2019

Von Rzeszow bis Krakau

Erläuterung zu den Bildern

Nr. 1: Begrüßung von der Schulleitung unserer Partnerschule in Rzeszow

Nr. 2: Mit den Austaschpartnern von Lyceum II in Rzeszow am Marktplatz

Nr. 3: In Sanok

Nr. 4: Bilderausstellung des polnischen Künstlers Beksinski in Sanok

Nr. 5: Ikonenmuseum in Sanok

Nr. 6: Ethnographisches Museum in Kolbuszowa 

Nr. 7: Schule „anno dazumal“

Nr. 8: Dörfliche Atmosphäre in Kolbuszowa

Nr. 9: Schlossbesichtigung in Lancut

Nr. 10: Im Hostel von Krakau

Nr. 11: Besuch des KZ in Auschwitz/Birkenau

Nr. 12: Gemeinsames Essen in einem jüdischen Restaurant bei Klezmer-Musik im Judenviertel von Krakau

 

Morgens um vier ging die Fahrt vom Bahnhof in Neunkirchen aus los. Wir fuhren nach Frankfurt, wo wir einen Flug nach München hatten, dort umstiegen und weiter nach Rzeszow flogen. Das erste Problem auf der Hinreise war bereits am Münchner Flughafen eingetreten: Da unser erster Flug Verspätung hatte, mussten wir über den Flughafen rennen, um unseren Anschlussflieger noch rechtzeitig zu erreichen. Wir ließen uns dennoch (noch) nicht unterkriegen, die Laune war bestens. Die richtige Katastrophe erwartete uns dann am Flughafen in Rzeszow: Da unser erster Flug Verspätung gehabt hatte, wurde unser Gepäck nicht rechtzeitig an den nächsten Flieger und somit auch nicht nach Rzeszow gebracht. Wir standen also da, voll geschwitzt und müde und ohne Koffer. Vor allem für unseren weiblichen Teil der Gruppe war das ein Albtraum. Unsere Sorgen verflogen trotzdem schnell, da die Wiedersehensfreude von uns und unseren Austauschpartnern riesig war. Die Gasteltern hatten uns am Flughafen abgeholt und so ging es zu unserem neuen Kurzzeit-Zuhause. Nach dem Ausruhen und Mittagessen trafen wir uns abends gemeinsam im naheliegenden Shoppingcenter, um zu bowlen. Nach zwei bis drei Stunden Bowling ging es wieder heim und völlig erschöpft früh ins Bett. 

Der erste richtige Tag des Aufenthalts startete mit einer herzlichen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter in der Schule. Anschließend ging es mit einer kurzen Vorstellrunde, Tanzen und Singen weiter. In der Pause aßen wir alle in der Altstadt von Rzeszow, wo auch unsere darauffolgende Führung, vorbereitet von den Austauschpartnern mit Referaten, begann. Es wurden mehrere Kirchen, das Gericht und andere Teile der Stadt besichtigt. Den Abend verbrachten die meisten Schüler damit sich zu treffen oder den Abend in der Austauschfamilie ausklingen zu lassen. 

Mittwochs begann unser Austauschprogramm mit einer einstündigen Busfahrt in die Altstadt Sanok. In Sanok besichtigten wir eine im alten Stil erbaute Holzkirche und ein historisches Museum. Daraufhin fuhren wir nach Krosno, wo wir uns durch eine dreistündige Führung durch eine Glasmanufaktur haben führen lassen. Als wir mit dem Bus wieder in Rzeszow ankamen, waren wir alle müde und gingen direkt in unsere Gastfamilien. 

Donnerstags trafen wir uns frühmorgens, um das Schloss Lancut in Lancut zu besichtigen. Die Gruppe teilte sich in polnische Gruppe und deutsche Gruppe und bekam jeweils eine Führung durch das Schloss. So haben wir mit einer kurzen Pause zwischendrin die 3 Etagen des Schlosses besichtigt. Danach ging es zum Mittagessen in ein naheliegendes Restaurant. Nach dem gemeinsamen Mittagessen liefen wir zu einer alten Synagoge, eine der wichtigsten und schönsten in Polen. Der Verwalter der Synagoge erzählte uns die wichtigsten Eckdaten. Um 16 Uhr wurden wir dann von unseren Gasteltern in Lancut abgeholt. 

Auch das Freilichtmuseum in Kobuszowa am darauffolgenden Tag durchliefen die Gruppen getrennt voneinander. Das Freilichtmuseum bestand aus Holzhäusern (z.B. Kneipe, Schule, Kirche,...) aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Nach dem anschließenden Mittagessen fuhren wir zurück nach Rzeszow in das Trampolin Center „FlyParc“, wo wir uns wie kleine Kinder austobten. Den Abend verbrachten wir zusammen am Fluss oder am See.
Samstag war dann der erste lang ersehnte Tag, da man erstmals ausschlafen konnte. Das Programm gestaltete sich an diesem Tag in den Gastfamilien. Die meisten von uns nutzten den Tag, um in den Freizeitpark zu gehen, in den botanischen Garten oder sich an den See in Rzeszow zu legen.
Sonntag war dann der zweite lang ersehnte Tag, da man auch ausschlafen konnte. Nach dem freien Vormittag ging es dann langsam ans Packen, denn unsere Zeit in Rzeszow nahm ein Ende. Am Nachmittag trafen sich dann alle ein letztes Mal in der Schule zur großen Verabschiedung. Wir sangen, lachten, erzählten unsere beste Erinnerung an die letzte Woche. Nach dem emotionalen Abschied ging es dann per Bus weiter in die Universitätsstadt Krakau. Am Bahnhof angekommen fuhr ein Teil der Schüler mit dem Taxi in unser „pink Panther‘s Hostel“, ein anderer Teil musste laufen, da die vorbestellten Taxis nicht erschienen. Nach dem anstrengenden Tag fiel der Großteil in Krakau auch schon gleich ins Bett. 

Nach einer relativ kurzen Nacht und einem kleinen Frühstück im Hostel machten wir uns auf den Weg zum großen Marktplatz Krakaus. Zunächst zeigte uns Frau Krütten die ehemaligen Tuchhallen in der Mitte des Platzes. Kurz darauf gingen wir auch schon zum nächsten Programmpunkt über, nämlich der Besichtigung der zweitältesten Universität Europas, dem “Collegium Maius”. Dort hatten wir eine sehr interessante Führung auf Deutsch. Nach unserer Besichtigung der Universität nahmen wir ein sehr leckeres Mittagessen zusammen ein. Um 14 Uhr fuhren wir dann anschließend mit offenen Wagen durch ganz Krakau und besichtigten die Altstadt Krakaus, das Judenviertel sowie Schindlers Fabrik. Am Nachmittag besichtigten wir dann auch noch das Wawel Schloss und die dort gelegene Kathedrale. Da bis zum Chopin-Konzert am Abend nun noch etwas Zeit war, konnten die Schüler sich ihr Programm in der Freizeit selbst gestalten. Das am Abend stattfindende Konzert dauerte nur eine Stunde, in der ein Pianist verschiedene Chopinstücke mit viel Leidenschaft vortrug. Nach diesem musikalischen Programm bekamen wir Schüler bis 24 Uhr Freizeit, wobei die meisten die schöne Stadt Krakau am Abend erkunden gingen oder sich in einem schönen Restaurant niederließen. Um 24 Uhr ging es dann pünktlich ins Bett. 

Am nächsten Morgen ging es dann um halb zehn mit dem Bus von Krakau nach Auschwitz. Dort stand dann eine eineinhalbstündige Führung durch das KZ an, wo wir z.B. die Gaskammer, den Erschießungsplatz usw. zu sehen bekamen. Nach Auschwitz ging es dann weiter ins Arbeitslager nach Birkenau per Bus. Dort bekamen wir auch eine dreißigminütige Führung. Nach Birkenau ging es dann wieder eineinhalb Stunden zurück nach Krakau. Dort wieder angekommen stand der Nachmittag dann zur freien Verfügung. Um 19 Uhr gab es dann ein gemeinsames Abendessen im Judenviertel von Krakau mit jüdischer Klezmer Musik.
Am vorletzten Tag unserer Reise starteten wir mit einer Führung durch ein Salzbergwerk in Krakau. Nach dieser Führung hatten wir bis mittags Freizeit, um die Mittagszeit herum haben wir dann zusammen in einem Restaurant gegessen, wo es dann typisch polnisches Essen gab. Dann gab es erneut Zeit, die zur freien Verfügung für die Schüler stand. Am Abend folgte dann das letzte gemeinsame Essen, ehe es dann um 24 Uhr zum letzten Mal ins Bett ging.
Am nächsten Morgen ging es dann um 11 Uhr in Richtung des Krakauer Flughafens. Dort angekommen gaben wir die Gepäckstücke auf. Als das erledigt war, hatten wir noch eine Menge Zeit und auch noch polnische Spezialitäten, die vom Vortag übrig geblieben waren. Also ließen wir uns am Flughafen nieder und aßen die Reste vom Vortag, ehe wir die Reise in Richtung Heimat antraten, die dann gegen 18 Uhr beendet war. Bedanken für dieses tolle Erlebnis müssen wir uns natürlich bei unseren Lehrern, Frau Krütten und Herr Weyand, die sich sehr gut um uns gekümmert haben und sich uns annahmen. Außerdem müssen wir uns bei dem deutsch-polnischen Jugendwerk für ihre finanzielle Unterstützung und dem Kultusministerium für Bildung bedanken. 

David Schmelzer 

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