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„Lernen will gelernt sein!“

Elterninfoabend für die Klassenstufe 5 am Von der Leyen-Gymnasium

Am Freitag erhielten die „neuen 5er“ ihre ersten Zeugnisse auf dem Gymnasium – ein spannender Tag für SchülerInnen, Eltern und auch LehrerInnen.Doch bei aller Vorfreude auf die ersten Zeugniszensuren sieht man dem Stück Papier die Arbeit der letzten Wochen, die Anstrengung, die motivierenden und vielleicht auch frustrierenden Momente der vorangegangenen Tage nicht auf den ersten Blick an.Ein halbes Jahr Gymnasialerfahrung – Zeit für Eltern- und Lehrerschaft, über den Lern- und Lernerfolgsprozess der Kinder nachzudenken und evtl. Bewährtes beizubehalten oder aber Nichtbewährtes zu verändern.

Professionelle Unterstützung für diesen Reflexionsprozess haben die Zuhörer dabei von Herrn Ottmar Wagner vom LPM in Dudweiler erhalten. Herr Wagner arbeitet dort im Bereich Erziehen und Unterrichten und hat als Gesamtschullehrer selbst jahrelang Erfahrungen an Schulen vor Ort mit Kindern sammeln können.

In seinem Vortrag machte er nochmal deutlich, dass der Schwerpunkt des schulischen Lernens auf der Erlernung von Lernkompetenzen und Schlüsselfähigkeiten liegen muss. Angesichts der sich verändernden Berufs- und Studienwelt müssen die SchülerInnen in der Schule befähigt werden, sich auf neue, stetig erweiternde Ansprüche und Anforderungen von Seiten der Hochschulen und der Unternehmen einstellen zu können.

Lernen muss gelernt werden – aber wie? Hierzu können, so Wagner, grade die Eltern in Zusammenarbeit mit den LehrInnen einen wichtigen Beitrag leisten. Verantwortung statt übertriebener Fürsorge, altersgemäße Pflichten statt zu viel Freiraum sei hier die Devise, so der Referent. Denn nur durch die Übernahme von Aufgaben im privaten Bereich mit entsprechender Erfolgserfahrung seien SchülerInnen auch bereit und fähig, sich im Schul- und Berufsleben auf Aufgaben und Anforderungen flexibel und kompetent einstellen zu können.

Am Beispiel des Umgangs mit Hausaufgaben und der Bereitstellung verschiedener Lernstrategien zur Vorbereitung auf Tests und Klassenarbeiten, zeigte Wagner auf, wie Eltern in Zusammenarbeit mit Schule ihre Kinder optimal vorbereiten und unterstützen können, ohne die individuellen Bedürfnisse des eigenen Kindes/des jeweiligen Kindes aus den Augen zu verlieren. Dass grade das Thema Hausaufgaben scheinbar für viel Zündstoff bei Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen sorgt, zeigte die sich an diesem Punkt anschließende Diskussion.

Doch Diskutieren, Evaluieren und Kritisieren bringt Fortschritt – darin waren sich alle TeilnehmerInnen einig.

Wir werden sehen, es bleibt spannend: Schließlich lernen wir für das Leben und nicht für die Schule.

Petra Maton

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