Voneinander - miteinander - füreinander
Suche
Inhaltsbereich

Grüße aus Amerika

Erste Erlebnisberichte der Von der Leyen-Austauschschüler

Anreise, 13.09.18: Markus Wache

Treffpunkt war um 3:00 Uhr morgens am Freizeitzentrum, eine unangenehme Startzeit für so eine große Reise. Aber wirklich müde war kaum einer von uns. Alle waren aufgeregt und freuten sich auf die kommenden drei Wochen in Amerika. Kurz nach 3:00 Uhr rollte der Bus dann von dem Parkplatz: auf in Richtung Frankfurt.

Nachdem die ersten aufgeregten Gespräche sich gelegt hatten, wurde es langsam ruhiger und die meisten gönnten sich noch 1-2 Stunden Schlaf auf der Fahrt zur ersten Station der langen Reise.

Dort angekommen begaben wir uns auf direktem Weg hinein: nach kurzem Warten durch die Sicherheitskontrolle und weiter zum Einchecken. Nach einiger Zeit konnten wir dann endlich ins Flugzeug und unsere Sitzplätze beziehen. Nach Sicherheitseinweisung und kurzem Gruß vom Kapitän hob die Boeing 777 ab und wir hatten Ruhe für 9 lange Stunden.

Um 10:40 Ortszeit in Chicago angekommen, mussten wir 6 Stunden Aufenthalt überbrücken. Das tat natürlich jeder anders: mit Essen, ausgedehnten Gesprächen oder einigen Stunden Mario Kart am Stromplatz des Chicago Airports. 

Der Flughafen hatte natürlich auch viel zu bieten, seien es optische Lichtspielereien an den Decken oder die weite Aussicht über die Startbahnen. Dann der Ausruf und das Boarding für unseren letzten Flug.

Als wir endlich in Moline ankamen, standen unsere Austauschpartner schon mit großen Plakaten und Tränen in den Augen da, um uns lautstark zu empfangen. Ein kurzes Kennenlernen, ein kleines Gespräch mit den Eltern und schon war der kleine Flugplatz wieder leer. 

Abends hat sich die Gruppe natürlich aufgeteilt, und es wurde noch etwas gegessen oder man legte sich gleich nach dem fast 24 Stunden langen, schlaflosen Weg ins Bett. 

Eine Gruppe z.B. ging in den nicht amerikanischen, sogenannten "Mongolian Grill", der auf ganz besondere Art mongolisches Essen zubereitet: Man bezahlt nicht direkt für das Essen, sondern man sucht sich eine von drei Schüsselgrößen aus, die man dann mit allerhand mongolischen Leckereien füllen kann. Das wird dann den Köchen gegeben, die vor deinen Augen auf einem riesigen Herd dein Essen braten. Nach dem äußerst leckeren Dinner ging jeder nach Hause und gönnte sich den wohlverdienten Schlaf.

1.Tag auf der Bettendorf Highschool, 14.09.18: Max Dahl

Am Freitagmorgen, den 14.09.2018, fand um sieben Uhr auf dem Parkplatz der Highschool ein Treffen der Marching Band statt. In dieser Band ist so ziemlich jeder Mitglied, der ein Instrument spielen kann. Um acht Uhr war der reguläre Schulbeginn. Aufgrund der unterschiedlichen Fächer der amerikanischen Austauschschüler trennten sich die Wege der deutschen Schüler. Einige hatten daher Mathematikunterricht,  welcher in den USA in die unterschiedlichen Themengebiete aufgeteilt ist, die pro Semester (halbjährig) unterrichtet werden. Das Thema dieser Unterrichtsreihe lautet „precalculus lesson“ frei übersetzt ,,ganzrationale Funktionen und deren Funktionsgraphen“. Bemerkenswert an diesem Unterricht ist, dass sich die Arbeitsmoral und das Equipment der Schule sehr von unserer Schule unterscheiden, zum Beispiel ist in jedem naturwissenschaftlichen Raum ein Smartboard zu finden, jeder darf etwas einwerfen, ohne sich vorher gemeldet zu haben und es macht der Lehrerin offenbar nichts aus, wenn sich die Schüler untereinander unterhalten oder ihr Handy benutzen. Danach trafen sich die deutschen Schüler in ihrem ,,Homeroom“, welcher im Erdgeschoss der Schule liegt, keine Fenster hat und gut klimatisiert ist. Um elf Uhr bekamen wir dann unsere School-IDs ausgestellt, die wir brauchen, um in die Schule gelassen zu werden. Als nächstes nahmen wir an einer Schulführung teil. Einige amerikanische Schüler zeigten uns unter anderem die große Sporthalle, das hauseigene Schwimmbad, die Autowerkstatt, die Schweißerwerkstatt, die Schreinerei, das Footballfeld und das Planetarium der Schule.

Samstag, 15.09.2018: Sophia Kohl

Ich selbst war seit sechs Uhr morgens auf. Meine Gastfamilie folgte etwa zwei Stunden später. Zum Frühstück gab es (ich nehme an zur Feier des Geburtstags der Gastmutter) Ei mit Zwiebeln, Käse und Bacon aus der Auflaufschüssel. Das Essen hier in Amerika hat mich bisher generell überzeugt, aber dieses Frühstück kröne ich hiermit zu meinem persönlichen Favoriten. 

Während des Frühstücks folgte die Planung des restlichen Tages. Wir einigten uns darauf, eine Bootstour auf dem Mississippi zu unternehmen, was ich ohnehin unbedingt tun wollte. Bevor wir diese anderthalbstündige Tour angingen, spielten wir allerdings erst mal an dem Monopolyspiel des vorherigen Tages weiter.   

Wir waren immer noch nicht fertig mit dem Spiel, als wir zum Mississippi aufbrachen. Am Ufer des Mississippi angekommen, gingen wir aufs oberste Deck des gigantischen Schiffes und dort war es außerordentlich heiß. Die Sonne brannte regelrecht auf unsere Köpfe. Aber als das Schiff losgefahren war, war es auch aufgrund des Fahrtwinds weitaus angenehmer.  

Die Aussicht jedenfalls war wirklich genial. Wir sind unter verschiedenen, sehr beeindruckenden Brücken durchgefahren.Außerdem habe ich hier ein orangefarbenes, nach Melone schmeckendes Getränk probieren können, welches mich geschmacklich sehr an unser Kaktuswassereis aus Deutschland erinnert hat.  

Den Rest des Abends verbrachten wir mit Gesprächen über alles Mögliche und meine Gastschwester und ich arbeiteten jeweils an unseren Bullet Journalen.  

Während wir zu Abend Lasagne aßen, erklärte mir der Gastvater ein wenig, wie in Amerika die Wahlen der Parlamente funktionieren, weil ich ein Interesse für Politik hege. 

Im Grunde genommen war der heutige Tag ein wirklich perfekter Tag und ich hatte viel Spaß. 

Montag, 17.09. 2018: Mona Jansen

 Morgens bin ich mit meiner Austauschschülerin Hannah zu einer Stunde introduction to education im College in Bettendorf gefahren. In dem Kurs waren nur neun Leute und die Lehrerin war sehr nett zu mir. Sie wurde von den Schülern mit Vornamen angesprochen und hat einiges aus ihrem Privatleben erzählt. Im Kurs ging es darum, wie man “English language learners”, also z.B. arabisch Sprechende in Amerika, motiviert und ermutigt, die englische Sprache zu lernen. Dazu wurden auch einige Videos gezeigt, die sehr interessant waren.

Danach sind wir zurück zur Schule gefahren, wo wir „homeroom“ hatten. Dort haben wir über unsere Erlebnisse des letzten Wochenendes geredet und Ideen für das Programm des Abschiedsabends gesammelt.

Um halb zwölf sind wir dann mit dem Bus nach Davenport zur Fabrik von John Deere, einer Traktor- und Lasterfirma, gefahren. Dort hat man uns zuerst einen Einführungsfilm über die Firma, die Produktion und die Mitarbeiter gezeigt. Danach sind wir mit einer Bimmelbahn durch die Produktionshalle gefahren, während ein Mann über Headset eine Führung gegeben hat. Er hat uns die verschiedenen Stationen der Produktionen erklärt. Ich fand es sehr interessant, die riesige Halle und die Produktion zu sehen.

In der Schule waren nur noch zwanzig Minuten Unterricht, also haben wir auf unsere Austauschschüler gewartet. Hannahs Bruder hat mich nach Hause gebracht, wo ich dann geschlafen habe, bis Hannah von ihrem Volleyball-Training gekommen ist.

Weil noch andere aus der GAPP-Gruppe dort waren, sind wir zum Fastfood Restaurant Wendy’s gefahren. Dort haben wir noch mit den anderen zusammengesessen. Ich wollte mir ein Wasser kaufen und war etwas überrascht, weil es nichts kostete.

Danach haben wir uns mit anderen GAPP-Mitgliedern getroffen, um Annas Geburtstag ein wenig zu feiern. Wir hatten Partyhütchen auf und haben sowohl deutsche als auch amerikanische Musik gehört.

Es war ein sehr schöner Tag und ich bin froh über die tolle Zeit, die ich hier in Amerika verbringen kann.

Rechter Inhaltsbereich
Voneinander - miteinander - füreinander