Voneinander - miteinander - füreinander
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Soziales Lernen am Von der Leyen-Gymnasium

Wo Menschen miteinander arbeiten und leben, da „raufen“ sie sich zusammen: Es entstehen wertvolle Gespräche, produktive Auseinandersetzungen, aber auch Konflikte. Dass das „soziale Lernen“ am Von der Leyen-Gymnasium einen hohen Stellenwert besitzt, drückst sich allein im Leitbild unserer Schule aus: Miteinander arbeiten – von einander lernen – füreinander da sein. So setzt unsere Schulgemeinschaft neben der reinen Vermittlung von Fachwissen auch ein wesentliches Schwergewicht auf die Vermittlung von Arbeitens-, Verhaltens- und Konfliktregeln.

Soziales Lernen bedeutet, den einzelnen Schüler in seinem Lern- und Arbeitsumfeld Schule ernst zunehmen und ihn bei seinen Bedürfnissen und Problemen in diesem Bereich abzuholen. Die Vermittlung und Einübung von Techniken des Lernens, die Förderung der Klassengemeinschaft, das Einüben von Methoden der gewaltfreien Kommunikation sowie die Streitschlichtung sind beispielsweise wesentliche Bestandteile unserer täglichen Arbeit und ein elementares Anliegen unserer Schule.

Dabei darf das „Soziale Lernen“ an sich nicht isoliert neben dem „normalen“ Schulalltag laufen, sondern muss in die Schulgemeinschaft und den Schulalltag fest integriert, (vor-)gelebt und täglich neu gestaltet und herausgefordert wie gefördert werden. Diese langfristige Aufgabe muss auf ein gutes Netz der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Institutionen und Mitgliedern der Schulgemeinschaft zurückgreifen können, um funktionieren und gelingen zu können: Lehrerschaft, Schülerschaft, Elternschaft, Schoolworker, Mediatoren usw. – für ein „prima Klima“ sind eben alle verantwortlich.

Unsere Schule versucht für die komplexe und anspruchsvolle Aufgabe des „Sozialen Lernens“ sowohl verschiedene Ansprechpartner als auch verschiedene Kommunikationswege, Arbeitsformen und Projekte anzubieten, die den einzelnen Klassenstufen gerecht werden und auf ihre Weise für eine neuronale Vernetzung sorgen sollen.

So können sich unsere Schüler bei Problemen des täglichen Miteinanders beispielsweise an:

  • Ausgewiesene Vertrauenslehrer
  • Ausgebildete Mediatoren oder
  • die zuständige Schoolworkerin wenden.

Für die selbstständige Übernahme und Lösung sozialer Probleme im Schulalltag stehen an unserer Schule beispielsweise:

  • Klassenpaten
  • Ausgebildete Vertrauensschüler und
  • Schülermediatoren zur Verfügung.

Techniken des Lernens sowie der Arbeitsplatzorganisation erarbeiten wir in Zusammenarbeit mit der Elternschaft und ausgebildeten Lehrern sowie freiwilligen Schülergruppen beispielsweise in folgenden Projekten und Gruppen:

  • „Lernen lernen“ – Schülerseminar zu Beginn der 5. Klassenstufe
  • „Lernen lernen“ - Elternseminar zu Beginn der 5. Klassenstufe.
  • Angebot von kostenloser „Nachhilfe“ von Schülern für Schüler im Rahmen unseres „Leyen-Help-Projektes“
  • Angebot von Klassenleiterstunden in der Klassenstufe 5

Der Förderung der Klassengemeinschaft versuchen wir uns regelmäßig beispielsweise durch:

  • Klassenleiterstunden
  • Wandertage
  • Klassenbezogene Projekte: siehe: Fahrt ins Schullandheim in der 6. Klassenstufe
  • Feiern zur Advents- und Sommerzeit gerecht zu werden.

Daneben haben langfristige (Hilfs-) Projekte an unserer Schule ihren Platz, die der Wertevermittlung und damit auch dem „Sozialen Lernen“ dienen, siehe:

  • Projekte und Veranstaltungen im Rahmen von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Zivilcourage“
  • Unterstützung des Schutzengelvereins Blieskastel (Solidaritätsläufe usw.) sowie
  • der „Homburger Tafel“ und der
  • „Aktion Sternenregen“.

Darüber hinaus versuchen wir durch regelmäßige präventive Infoveranstaltungen für Lehrer, Eltern und Schüler uns aktuellen gesellschaftlichen Problemen wie (Cyber-) Mobbing, Datenschutz, Amokgefahr usw. zu stellen und auf diese Weise für eine Sensibilisierung zu sorgen und eine Kultur der Achtsamkeit und des gegenseitigen Respekts zu fördern.

Zudem stehen wir in stetigem Austausch mit außerschulischen Institutionen wie:

  • dem Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH)
  • dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM)
  • dem schulpsychologischen Dienst und beispielsweise dem
  • Institut für Konfliktkultur,

die uns durch regelmäßige Weiterbildungsangebote und Infoveranstaltungen sowie Beratungsmöglichkeiten bei unserer Aufgabe begleiten.

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Betreuungslehrer

Petra Maton

Schoolworkerin

Das Schoolworker Programm ist im Jahr 2003 in Kooperation des Landes und der Landkreise an weiterführenden Schulen gestartet. Ziel ist die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule. Mittlerweile sind die Schoolworker zu einem festen Bestandteil der saarländischen Schullandschaft geworden.

Aufgabenschwerpunkte

An allen Erweiterten Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und  Förderschulen Lernen des Saarpfalz-Kreises sind Schoolworker tätig und dort für Schüler, Eltern und Lehrer Ansprechpartner/innen an der Schnittstelle von Schule und Jugendhilfe. Auch die Grundschulen werden seit dem Schuljahr 2009/10 betreut.

Aufgabenschwerpunkte der Schoolworker sind Beratung und Information von Schülern, Eltern und Lehrern

  • bei Problemen im schulischen, familiären und/oder persönlichen Bereich,
  • zu den Aufgaben der Jugendhilfe,
  • zu Angeboten für Kinder und Jugendliche vor Ort,
  • Planung und Mitwirkung bei präventiven Maßnahmen,
  • Mitwirkung in unterschiedlichen schulischen Gremien.

Schoolworker unterliegen der Schweigepflicht.

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