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Beeindruckende Aufführungen des Hettwer-Requiems

Sonntag, 13. Oktober 2013 in der Schlosskirche Blieskastel

Von der Leyen-Chor des Gymnasiums Blieskastel, Jugendchor "St. Josef" Ballweiler mit Solisten und Instrumentalisten

Bereits zum vierten Mal hat am vergangenen Sonntag in der Blieskasteler Schlosskirche  der Chor des Von der Leyen-Gymnasiums unter der Leitung von Christoph Nicklaus das 1989 entstandene lateinische Requiem des Hamburger Komponisten Thomas Hettwer aufgeführt.
Wie man an dem vollbesetzten Kirchenschiff und den Beifallsstürmen des Publikums erkennen konnte, bleibt die Faszination des Werkes ungebrochen, ja es scheint sich sogar regelrecht eine Fangemeinde für dieses Requiem herangebildet zu haben, angefangen bei den Chorsängern bis hin zu Konzertbesuchen, die schon mehrfach Aufführungen miterlebt haben. Vielleicht ist es die Mischung unterschiedlicher musikalischer Richtungen verschiedener Epochen, die dieses Werk so attraktiv macht. Nach Angaben des Komponisten entstand die Komposition im Auftrag eines Hamburger Hauptpastors, der eine Musik suchte, mit deren Hilfe sich Jugendliche mit dem Tod auseinandersetzen können. Für einen eingängigen populären Sound des Werkes sorgt vor allem die instrumentale Besetzung: Saxophon, E-Bass, E-Gitarre, Drum-Set, Synthesizer und Percussion  sind  aus Pop- und Rockmusik bekannt. 

Christoph Nicklaus konnte aus Ehemaligen, Schülern und Freunden des Von der Leyen-Gymnasiums ein präzise und einfühlsam musizierendes  Ensemble zusammenstellen. Passend dazu wählte er für die Besetzung der Solostimmen junge Solisten aus. Melina Wack (Sopran), ehemalige Abiturientin des Von der Leyen-Gymnasiums, und Georg Krapp (Tenor), derzeit ebendort Referendar, harmonierten in hervorragender Weise miteinander und überzeugten mit frischem Klang. Der Von der Leyen-Chor – deutlich mit mehr Frauenstimmen als mit Männerstimmen bestückt -  sang mit großem Engagement und bewies vor allem Rhythmusgefühl in stark von der Popmusik geprägten Stücken, wie dem „Dies irae“ oder dem „Sanctus“. Im „Kyrie“, das der Komponist kontrastieren dazu im Stile des 17. Jahrhunderts vertont hat, galt es im polyphonen A-cappella-Chorsatz sauber zu intonieren. Wegen des Ungleichgewichtes zwischen Frauen- und Männerstimmen waren hier einige Intonationstrübungen zu hören. Unverbraucht und natürlich im Klang präsentierte der Jugendchor „St. Josef“ Ballweiler die Solostellen im „Kyrie“ und „Recordare“, die Christoph Nicklaus ihm übertragen hatte.
Zur Freude aller Konzertteilnehmer stellte sich am Ende der Aufführung  der aus Hamburg angereiste Komponist Thomas Hettwer dem Publikum persönlich vor und bedankte sich bei Christoph Niklaus und allen Ausführenden für die gelungene Aufführung.
Die freiwilligen Spenden des Konzertes sind für die Restaurierung der Orgel in der Schlosskirche bestimmt.

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