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Abiturfeier 2020

Anstelle einer Riesenparty drei intime, sehr persönliche Kursfeiern

Corona hat wie in allen anderen Lebensbereichen auch das Abitur durcheinandergewirbelt. Nach dem Ausbruch der Pandemie herrschte zunächst Ungewissheit darüber, ob die Prüfungen überhaupt durchgeführt werden können. Dann fanden sie aber terminlich verschoben unter ganz regulären Bedingungen statt, was letztendlich ein Gewinn für die Abiturienten war, denn sie konnten sich viel konzentrierter mit etwas mehr Zeit auf die Prüfungen vorbereiten. Das zeigte sich in dem guten Abiturdurchschnitt, verkündete Christoph Kohl, der Schulleiter des Von der Leyen-Gymnasiums, den Abiturient*innen am vergangenen Samstagmorgen in der Blieskasteler Schlosskirche in drei nacheinander folgenden kleinen Wortgottesdiensten. Er freue sich, im Anschluss an die geistliche Feier allen 53 zur Prüfung angetretenen Abiturient*innen das Reifezeugnis überreichen zu können. Bei der beeindruckenden Durchschnittsnote von 2,23 habe die Gruppe der Herren mit einer Durchschnittsnote von 2,21 die der Damen (Durchschnittsnote 2,24) sogar übertroffen.


Was bei der Planung noch als Notlösung erschien, kehrte sich am Samstagmorgen ins Gegenteil um. Entsprechend des Hygieneplans der Schlosskirche konnte eine Feier immer nur für die Abiturient*innen eines Tutorkurses und deren Eltern ausgerichtet werden. Statt des gewohnten Riesentrubels und Lärms einer gesamten Jahrgangsstufe in der Bliesgaufesthalle erlebten alle Beteiligten besinnliche und ernsthafte Miniaturfeiern, in denen sich die ehemaligen Schüler*innen des Englischkurses (Tutorin: Barbara Buhr), des Deutschkurses (Tutorin: Bärbel Dewald-Sauerbrey) und des Mathematikkurses (Tutor: Uwe Schwindling) von Ihren jeweiligen Tutor*innen ganz individuell verabschieden konnten. Wenn man allen drei Feiern beiwohnte, erlebte man drei ganz verschiedene Ansprachen der Tutor*innen, dem Fach und dem Charakter der jeweiligen Lehrkraft entsprechend, und genauso einmalig und besonders, ganz auf die Situation ihres Kurses bezogen, verabschiedeten sich auch die ehemaligen Schüler*innen der Kurse in ihren Ansprachen von ihren Tutor*innen und der Schule. “Men at some time are masters of their fates. / Die Menschen sind irgendwann die Meister ihres Schicksals.” Dieses Shakespearezitat aus „Julius Caesar“ gab die Tutorin Barbara Buhr ihren Abiturient*innen mit auf den Weg. Bérénice Usner, eine Abiturientin ihres Kurses, hatte in Ihrer Ansprache diese Anregung bereits aufgegriffen und verabschiedete sich mit folgendem Wunsch von ihren Mitabiturient*innen: „Ich persönlich hoffe für jeden von euch, dass ihr wisst, dass ihr alles werden könnt und alles sein könnt, was ihr wollt. Dass ihr vor einem 'Nein' nicht zurückschreckt und Antrieb in jeder Ablehnung sucht, um es nochmal und nochmal und nochmal zu versuchen.“


Alle drei Feiern waren von einer vertrauten, freundschaftlichen Stimmung geprägt. Kammermusikalische Beiträge (Solostücke für Klavier, Klarinette, E-Gitarre, Gesang) talentierter Abiturient*innen verliehen ihnen zusammen mit dem barocken Ambiente der Schlosskirche auch ein festliches Flair.

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