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Über Chicago zurück in die Heimat

Die letzten Schülerberichte aus den USA

23. September 2018: Marita Severin

Heute Morgen bin ich um 8.00 Uhr aufgestanden und habe mit meiner Gastfamilie zusammen gefrühstückt. Zum Frühstück gab es Rührei sowie Bagels und währenddessen haben wir über den gestrigen Homecoming-Tag geredet. Um 10.30 Uhr hat mich meine Austauschpartnerin Kira dann auf den Parkplatz der Bettendorf High School gefahren, wo wir uns mit dem Großteil der GAPP-Teilnehmern getroffen haben, um nach Iowa City zu fahren. Kira selbst konnte wegen eines Treffens mit einer anderen Gruppe (Best Buddies) nicht mitfahren. 

Nach einer Stunde Fahrt haben wir uns dann alle nochmal in der Coral Ridge Mall in Iowa City getroffen, wo wir uns dann auf kleinere Gruppen aufteilten, um shoppen zu gehen. Nach einer dreistündigen Shoppingtour trafen wir uns wieder an der Coral Ridge Ice Arena, wo anschließend einige der Gruppe mit Schlittschuhen ihre Künste auf dem Eis zeigten. Derzeit suchten sich die anderen ein ruhiges Plätzchen, um sich etwas zu erholen oder schauten den Schlittschuhfahrern zu. Ich persönlich fand es sehr interessant mitten in einem Einkaufszentrum eine Schlittschuhbahn zu finden.

Gegen 17.00 Uhr fuhren wir dann noch in die Innenstadt von Iowa City, da die Mall etwas außerhalb zu finden ist. Dort zeigten uns unsere Austauschpartner kurz das Capitol Building und anschließend gingen wir dort in der Nähe noch Pizza essen. Auf der darauffolgenden Heimfahrt haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp bei „Hurts Donuts“ gemacht, wo man eine riesige Auswahl an allen möglichen Sorten von Donuts hat. 

Gegen 19.30 Uhr war ich dann wieder zu Hause bei meiner Gastfamilie, der ich dann von meinem Ausflug nach Iowa City berichtete. 

 

25.09.2018: Clara Rubeck

Am Donnerstag, dem 25.09.2018, machten wir einen Ausflug zu einer Gemeinde der Amish in Kalona. 

Um etwa 7:30 Uhr startete unser Ausflug auf dem Parkplatz der Schule. Von dort aus fuhren wir mit einem typischen amerikanischen Schulbus ungefähr eineinhalb Stunden nach Kalona.

Zuerst kamen wir am visitors center an und wurden dort mit Kirsch- und Apfelstrudel und Kaffee und Wasser von der Frau begrüßt, die uns an diesem Tag begleiten werden würde. 

Sie selbst ist nicht Amish, kennt aber einige von ihnen und steht der Gemeinde sehr nahe. Außerdem erzählte sie uns während wir aßen von der Geschichte, Religion und Lebensweise der Amish. Beispielsweise gibt es "old order"- Gemeinden und "new order"- Gemeinden. "Old order"- Gemeinden sind wie der Name schon sagt mehr an Traditionen orientiert, sie verändern sich kaum mit der Zeit und lehnen moderne Dinge wie Strom und Gummi-Reifen ab.

Nun fuhren wir mit unserem Bus zu einem Buggyshop, wo im Familienbetrieb Kutschen hergestellt werden, die das bevorzugte Fortbewegungsmittel der Amish sind, da sie Autos ablehnen. Müssen sie dennoch eine Distanz mit dem Auto zurücklegen, helfen ihnen Personen wie unsere Begleiterin, die der Gemeinde nahestehen.

Im Buggyshop erklärte uns der Besitzer, dass sie nur Kutschen nach Bestellung herstellen. Jeder Kunde kann dabei unzählige Dinge individuell auswählen, wie z.B. die Farbe und den Stoff des Innenraums, die Größe und unzählige andere Dinge. Von außen sind die Kutschen traditionell schwarz, außerdem sind sie mit LED-Lichtern ausgestattet um sie auch im Straßenverkehr sicher zu machen. Hier lernten wir auch, dass die Amish einen dem Deutschen ähnlichen Dialekt sprechen wie wir ihn sprechen.

Als nächstes fuhren wir zu einem Bauernhof einer Amish-Familie und trafen einen Mann namens Paul, der uns auf dem Hof herumführte und uns seine mit einem Windrad betriebene Wasserpumpe, seinen Stall mit einem Heuspeicher auf den wir hochgehen konnten, seine Kühe, Pferde, Hunde und Katzen zeigte. Besonders begeistert waren wir (verständlicherweise) von den Babykatzen, die überall zahlreich frei herumliefen und sich streicheln ließen.

Dann ging es zu einem Countrystore, einem kleinen von Amish betriebenen Geschäft, in dem es alles von Haushaltswaren, wie Töpfen und Kochlöffeln, über frische Lebensmittel und Socken bis zum Kinderspielzeug gab.

Jetzt ging es zum Mittagessen mit Gerichten der Amish. Es gab unter anderem selbst gebackenes Brot, Nudeln, Braten, Kartoffeln und Gemüse. Als Nachtisch gab es Erdbeerkuchen. Das Essen war sehr groß und sehr, sehr lecker.

Unser nächster Halt war dann eine Ziegenmolkerei der Gemeinden, in der wir die Melkstation und den Stall besichtigen konnten. Es wurde uns erklärt, dass die Milch der Ziegen für die verschiedensten Käseprodukte weiterverkauft wird. Im Stall konnten wir dann auch -  sehr zur Freude der ganzen Gruppe -  einige der etwa 250 Ziegen streicheln.

Nun ging es auch schon zum letzten neuen Ort des Tages, einem Geschäft, in dem Möbel nach dem Vorbild der Amish, Kunst- und Dekorationsgegenstände aus verschiedensten Holzsorten gefertigt und verkauft wurden. Auch hier wurden wir zunächst kurz herumgeführt und konnten uns dann selbst umschauen.

Wir legten noch einen kleinen Zwischenstopp am visitors center ein, wo wir uns von unserer Begleiterin verabschiedeten und kurz durch den Souvenirladen gingen.

 Dann war auch schon die Zeit gekommen, die eineinhalbstündige Fahrt durch die Felder Iowas zurück nach Bettendorf anzutreten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tag zwar anstrengend, aber auch sehr interessant und voller neuer Erfahrungen war. 

 

Freitag, 28.09.2018: Michelle Alles

Der letzte Schultag der deutschen Gappteilnehmer stand nun an. Nach dem Frühstück fuhren meine Austauschpartnerin Isabell und ich um 8 Uhr los, um pünktlich in der Schule anzukommen.

Die Schule fing wie gewohnt mit Matheunterricht an. Das neue Thema lautete Logarithmus. Obwohl diese Lektion bereits auf dem Von der Leyen-Gymnasium erarbeitet wurde, ist es trotzdem interessant zu sehen, wie dieses Fach anhand moderner Unterrichtsmaterialien (Smart Board) den Schülern nahe gebracht wird.

Nachdem der erste Block zu Ende war, trafen sich die deutschen Schüler wie jeden Tag im Homeroom. Unsere Lehrerinnen Frau Buhr und Frau Schäfer erzählten uns zunächst über Chicago und teilten uns die bevorstehenden Aktionen dort mit. Danach begaben wir uns wieder in die Kleingruppen, in denen wir für den Farewell-Evening geübt hatten.

In der Lunchpause wurde sich mit leckerem Essen gestärkt und anschließend versammelten wir uns im Planetarium zu einer erkenntnisreichen Unterrichtsstunde. Der Besuch des Planetariums auf dem schuleigenen Gelände war eine einzigartige Erfahrung, da in Deutschland auf bundesweiter Ebene eine solche Einrichtung nicht zu finden ist. 

Im vierten Block wollte ich mit Marie und ihrer Partnerin das Unterrichtsfach Soziologie besuchen, um auch hier einen neuen Einblick zu gewinnen. Nach der Schule trafen sich ein paar Gappies bei Katerina zu Hause, nachdem wir einen kleinen Zwischenstopp bei Atomic gemacht haben. Bei Katerina spielten einige zusammen Mario Kart, während andere noch die restlichen Hausaufgaben erledigten.

Danach fuhren wir alle zu dem Farewell-Evening, der in der Schule stattfand. Als alle eingetroffen waren, starteten wir auch direkt mit unserem Programm. Begonnen wurde mit unserem eingeübten Lied „With a little help from my friends“ von den Beatles. Es folgten diverse Solistenvorträge und schließlich wurden verschiedene Gemeinschaftstänze aufgeführt. Nach Abschluss des offiziellen Teiles wurde den Gastmüttern als kleines Dankeschön eine Rose überreicht. Zum krönenden Abschluss wurde ein leckeres Taco-Buffet bereitgestellt.

Zum Ausklingen des Tages erfolgte noch ein allgemeines Gruseln im Haunted House.

 

Samstag, 29.09.18: Pauline Zündorf

Der Tag begann für mich und meine Austauschschülerin Zoe bereits um 5.30 Uhr. 

Nach einer einstündigen Autofahrt trafen wir uns um 7.00 Uhr mit ihrem Vater Mark, der in Galesburg (Illinois) wohnt. Mit ihm haben wir uns in seinem Pick-Up auf den Weg nach St.Louis (Missouri) gemacht. Während der Anreise, die vier Stunden dauerte, hielten wir zum Frühstück an einem Donutladen an.

In St. Louis angekommen, haben wir glücklicherweise direkt einen Parkplatz gefunden, der der Hauptattraktion, dem Gateway Arch, sehr nahe gelegen war. Wir haben beschlossen in den 192 m hohen Arch zu fahren, um die Aussicht zu genießen. Jedoch erforderte dieses Vorhaben eine zweistündige Wartezeit, welche man sich in dem angeschlossenen Museum schnell vertreiben konnte. Dort wurden interessante Fakten über die Geschichte Amerikas und St. Louis geliefert. 

Als wir endlich hochfahren konnten, bot sich uns eine gigantische Aussicht. Man hatte nicht nur einen atemberaubenden Blick auf die Stadt, sondern auch auf den Mississippi River. 

Unten angekommen, unternahmen Zoe und ich noch einen kurzen Spaziergang entlang des Mississippi Rivers. Zwischenzeitlich hatte Zoes Papa ein BBQ-Restaurant für uns ausgesucht, welches in der Nähe des Farmers Market lag. Wir haben uns Pulled Pork und Chicken Wings mit Bohnen und Chips bestellt, welches mir sehr gut geschmeckt hat. Nach dem Essen sind wir noch ein wenig durch die Straßen geschlendert, wodurch ich viele neue Eindrücke sammeln konnte. Die Stadt erschien mir im Allgemeinen viel ärmer als Bettendorf.

Nachmittags haben wir das bei Einheimischen sehr beliebte City Museum besucht. Die Beschreibung „großer Stahl-Hochseilgarten“ trifft es jedoch eher. Das Ganze war sehr lustig, aber auch gefährlich, denn wir hatten Angst, uns zu verlaufen und zu verlieren. Die Vielfältigkeit des Museums war so umfangreich, dass es fast unmöglich war, alles zu erkunden. 

Gegen 18.00 Uhr machten wir uns erschöpft auf den Heimweg. Auf der Rückreise zeigten mir Zoe und ihr Papa noch die Städte Peoria und Springfield. 

Wir erreichten gegen 24.00 Uhr wohlbehalten Bettendorf. 

Damit ging ein ereignisreicher und schöner Tag für mich zu Ende. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sich Zoes Familie wieder einmal soviel Zeit für mich genommen hat. DANKE!

Sonntag, 30. September: Marie Reitnauer


Abschied aus Bettendorf 

Weil es der letzte Tag bei meiner Austauschschülerin war, fuhren wir morgens zu „Brueggers Bagels“, um ein letztes Mal mein Lieblingsfrühstück zu holen. Wieder zuhause angekommen, frühstückten wir, und ich packte meine Koffer fertig.

Alle GAPPies und die Eltern der amerikanischen Austauschschüler trafen sich gegen 16 Uhr am Flughafen in Moline. Nachdem sich jeder (unter Tränen) verabschiedet hatte, ging es um 18:10 Uhr nach Chicago. Ein Bus brachte die ganze Gruppe in das Hotel "The Freehand" in der Innenstadt. Die Schüler und Lehrer bezogen ihre Zimmer und trafen sich dann noch einmal, um sich einen groben Überblick über die Umgebung zu verschaffen. Zum Abschluss des Tages durften alle bis halb 12 in Gruppen ein wenig shoppen, etwas essen oder sich einfach nur in der Stadt umsehen.

Montag, 01.10.18: Carina Müller

Heute war unser erster richtiger Tag in Chicago.

Nachdem jeder ausgiebig gefrühstückt hatte, ging es um 9:15 Uhr mit einer Tour durch die Innenstadt los. Hierbei zeigten uns die Lehrerinnen zu Fuß einige Sehenswürdigkeiten, wie die „Bean“ oder auch den Pier und den Strand entlang des Lake Michigan.

Anschließend hatten wir zwei Stunden Zeit, um uns alleine etwas zum Mittagessen zu suchen oder auch, um ein wenig shoppen zu gehen. Ich ging mit ein paar anderen von uns ins „Hard Rock Café“, wo das Essen sehr lecker schmeckte.

Danach trafen wir uns wieder mit der ganzen Gruppe, um eine Bootstour auf dem Chicago River zu machen, sodass wir die Stadt auch einmal vom Wasser aus beobachten konnten.

Den Rest des Tages hatten wir zur freien Verfügung und konnten uns alleine in der Stadt bis in den Abend hinein bewegen. Viele von uns gingen shoppen, suchten sich etwas zum Essen oder chillten einfach noch ein wenig in ihrem Hotelzimmer.

Es war ein gelungener erster Tag in Chicago.

Der Tag der Heimreise: Anna Pitzen 

Am Morgen des 3. Oktobers haben wir uns mit ein paar Anderen zum Frühstück verabredet und sind um 7:45 Uhr in die Corner Bakery gegangen, die an der Michigan Avenue liegt. Dort haben wir uns Müsli, Amerikanisches Frühstück (gebratene Kartoffeln, Speck und Ei mit Toast) oder Muffins bestellt mit Orangensaft, Tee oder Kaffee.
Um 8:45 Uhr sind wir dann zurück ins Hotel gegangen, um unsere Koffer zu packen, die ”Abstellzimmer“ zu beziehen und die Koffer zu wiegen. Da unser Zimmer eins dieser Abstellzimmer war, hatten wir am Ende darin sehr viele Koffer von anderen Schülern stehen. 
Um 10:20 Uhr hatten wir dann unten im Foyer des Hotels eine Besprechung über den Verlauf der Rückreise. Dann hatten wir bis 13:30 Uhr Freizeit, in der einige in der großen Innenstadt shoppen, Geschenke kaufen und Lunch essen waren.
Unser Bus war um 14:00 Uhr dann da, weswegen wir um 13:30 Uhr die Zimmer vollständig aufräumen und alle Koffer in den Bus bringen mussten. Daraufhin sind wir ca. eine Stunde zum Flughafen von Chicago gefahren und haben die Koffer wieder aus dem Bus rausgeräumt. Auf der Fahrt zum Flughafen haben einige geschlafen. 
Dort haben wir dann alle eingecheckt, unsere Boarding-Pässe bekommen und das Gepäck aufgegeben. Sofort danach sind wir durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Das ging sehr schnell und alles ist gut verlaufen. Als dann alle fertig waren, haben wir unser Gate gesucht und dort dann unser Handgepäck abgestellt. Die Lehrer haben und bis zum Boarding um 17:25 Uhr eineinhalb Stunden Freilauf gegeben. Carina und ich sind dann nochmal durch die bunten Lichter gegangen und haben uns bei Jamba Juice einen Smoothie gekauft. Dann haben wir in einem kleinen Laden noch Geschenke gekauft und sind wieder an unser Gate gelaufen. Die verschiedenen Boarding-Gruppen wurden aufgerufen und durften schon ins Flugzeug. Ich und ein paar andere GAPPies waren in der 4. Boarding-Gruppe und haben als letzte das Flugzeug betreten. 
Mit etwas Verspätung hob der Flieger nach Frankfurt dann gegen 18:45 Uhr ab. Wir sind also über Nacht in den Morgen hineingeflogen. Auf dem Flug, der sieben Stunden und 40 Minuten dauerte, konnte man Filme oder Serien schauen, einige haben aber auch versäumte Hausaufgaben gemacht, Musik gehört oder größtenteils geschlafen. 
Der Flieger ist um 9 Uhr Ortszeit endlich in Frankfurt gelandet. In Frankfurt waren es angenehme 20 Grad Celsius. Dann wurden wir mit drei großen Bussen vom Flugplatz abgeholt und an die Gepäckausgabe gebracht. Wir haben auf unsere Koffer gewartet, diese geholt und bevor wir zum Bus gelaufen sind, nochmal eine Toilettenpause gemacht. Als alle bereit waren, sind wir mit allen Koffern zum Parkplatz für die Busse gelaufen und haben dann wieder unsere Koffer in den Bus geladen. Auf der Fahrt nach Blieskastel haben viele geschlafen, da wir alle einen Jetlag hatten und es in Iowa/Illinois momentan mitten in der Nacht war. Jedoch hatten wir viel Stau auf der Autobahn und die Ankunft hat sich um eine halbe Stunde verzögert. Als wir dann endlich am Freizeitzentrum in Blieskastel angekommen sind, wurden wir von unseren Familien und Freunden ganz herzlich empfangen und haben uns gefreut, dass wir wieder zuhause waren, auch wenn wir gerne länger geblieben wären. Dann haben wir alle unsere Koffer wieder umgeladen und sind nach Hause gefahren. 

Wenn man zurückblickt, kann man sagen, dass der GAPP-Austausch uns sehr viele neue Erfahrungen und verbesserte Sprachkenntnisse eingebracht hat. Wir haben viele neue Freunde gefunden und Dinge kennengelernt, die es so in Deutschland nicht gibt. Wir alle sind sehr froh, diese Erfahrung gemacht zu haben, aber haben uns auch sehr gefreut wieder zuhause zu sein. Diese Reise wird uns allen in Erinnerung bleiben und bestimmt in vielen Lebenssituationen weiterhelfen.

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